Ein Duft von frischgebackenen Keksen und Kuchen schlägt uns entgegen, als wir das Gemeindehaus betreten. Wir wollen den letzten Tag der diesjährigen Saison vorbereiten. Eine Gruppe junger Leute bevölkert die Küche und backt Brownies und Bananenbrot – ein besonderer Leckerbissen für den Abschluss heute.
Von Mai bis Oktober konnten wir fast jeden Mittwochnachmittag das Café unter den schönen Lindenbäumen vor dem Gemeindehaus öffnen. Auch heute kommen wieder einige Mütter mit ihren Kindern und genießen das einladende Ambiente in der herbstlichen Sonne.
Einige Besucher, die schon im Kleiderstübchen gestöbert haben, setzen sich ebenfalls dazu. Leute aus unserer Gemeinde und vor allem auch Nachbarn aus dem bunten Stadtviertel. Manche sind zu regelmäßigen Stammgästen geworden, andere kommen eher sporadisch oder zum ersten Mal. Außer Deutsch hört man manche anderen Sprachen.

In der Woche vorher haben wir Erntedankfest in der Gemeinde gefeiert und es ist schon zur Tradition geworden, die Gaben am darauffolgenden Mittwoch zu verlosen. Pfarrer Roland Falk hat einen kurzen Impuls dazu gegeben. Auch heute ist er wieder dabei und richtet einige Worte an die versammelten Gäste.
Neben den Gesprächen oder gemeinsamem Spielen am Tisch für die Erwachsenen ist es vor allem Amador, der mit seinem Kunstkoffer regelmäßig da ist und mit dem die Kinder kneten und malen können. Dazu kommt auch von unserer Seite hin und wieder ein kleines Kinderprogramm, zu dem das Seilspringen mit Sabines berühmt-berüchtigten doppelten Springseil gehört. Ab und zu gibt es ein Geländespiel oder eine Geschichte aus der Bibel. Ein besonderer Höhepunkt war, als Joni die Geschichte von den 5 Broten und den 2 Fischen erzählte, ein Themennachmittag über „Fische“, wo zum Abschluss zwei echte Fische gegrillt und verspeist wurden! Dazu durfte auch das Stockbrot nicht fehlen.

Eine weitere Ergänzung des Cafés sind die Näharbeiten von Johannes, dessen Dienste dieses Jahr rege in Anspruch genommen wurden. Tetjana Zivtsova sorgte immer wieder dafür, dass alle Gäste ih- rer wunderbaren Musik lauschen konnten.
Beim Rückblick auf die diesjährige Saison mussten wir aber auch feststellen, dass unser Mitarbeiterteam ziemlich geschrumpft ist und es an manchen Nachmittagen im Vorfeld so aussah, als ob wir nicht genügend Helfer seien. Doch dann tauchte ganz unerwartet der eine oder die andere auf und half spontan mit. So wie die jungen Leute heute mit den leckeren Brownies und dem Bananenbrot.
Wir sind dankbar für alle Möglichkeiten, die uns das Café unter den Linden an Kontakten und Begegnungen mit Menschen im Schelmengraben bietet. Wir freuen uns jetzt schon auf die nächste Saison ab Mai 2026.
Team Café unter den Linden Fotos: ML Strähler u. S. Rahmani
